Fotografie
Fotografie begleitet meine Arbeit seit meiner Kindheit. Sie ist weniger Beruf als Praxis – eine Form des Beobachtens, Dokumentierens und Erzählens über Zeit, Räume und Menschen hinweg.
Biografie
Meine fotografische Geschichte begann im Alter von zehn Jahren, als ich meine erste Kamera erhielt. Schon früh entwickelte sich daraus eine Faszination für Schwarz‑Weiß‑Fotografie und visuelles Storytelling. Mit vierzehn präsentierte ich erste Diashows von Jugend‑ und Reisenprojekten – Bilder, Musik und Kommentar verbunden zu erzählerischen Formaten, die lokal große Resonanz fanden.
Mit sechzehn übernahm ich erste professionelle Verantwortung im Fotostudio Lica in Zaventem. Neben der praktischen Arbeit wurde mir bereits in jungen Jahren die eigenständige Führung des Studios anvertraut – eine Erfahrung, die meine Haltung zu Verantwortung und Verlässlichkeit nachhaltig prägte.
Fotografie & Nachtkultur
Während meines Studiums an der LUCA School of Arts in Brüssel (Master in Performing Arts) entwickelte sich ein weiterer prägender Abschnitt: meine Arbeit als Hausfotograf im legendären Brüsseler Club Fuse. In den 1990er‑Jahren dokumentierte ich mit analoger Kamera die frühen Jahre einer Szene, die Musik‑ und Clubkultur in Europa nachhaltig verändern sollte.
Meine Bilder entstanden mitten im Geschehen – roh, direkt und nah an der Energie der Nächte. Neben dem Fuse selbst begleitete ich auch wegweisende Veranstaltungen wie I LOVE TECHNO und arbeitete eng mit Fuse‑Gründer Peter Decuypere zusammen. In dieser Zeit war ich vielen auch unter meinem Spitznamen Izzy bekannt.
Fuse – 30 Years of Making Noise
Jahrzehnte später wurden große Teile dieses Archivs erneut sichtbar. Für das Buch Fuse: 30 Years of Making Noise (AfterClub, 2024) sichtete und digitalisierte ich hunderte Negative und Dias, die über Jahre hinweg archiviert waren. Viele der veröffentlichten Bilder waren zuvor nie gezeigt worden.
Sie dokumentieren nicht nur Clubnächte, sondern eine Zeit des Aufbruchs, der Freiheit und der kulturellen Transformation – festgehalten aus einer Innenperspektive.
Der Musikjournalist Koen Galle beschreibt dies im Buch wie folgt:
„The book made extensive use of Peter Ooms’ stunning archive… His images offer a rare and intimate glimpse into the raw energy and atmosphere of Belgium’s most iconic techno institution.“